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31.1. 2010

Eigenes Buch-Kopierschutzformat von Apple?

von joscha

Wer die Nachrichten zum iPad aufmerksam verfolgt hat, dem dürfte nicht entgangen sein, dass Apple einen eigenen eBook-Shop anbieten wird. Die Apple-Bücher werden dabei zwar im ePub-Format vorliegen,  das heißt aber leider nicht zwingend, dass man sie mit normalen ePub-Leseprogrammen anschauen kann. ePub standardisiert zwar die Art, wie ein eBook strukturiert wird, aber nicht das Kopierschutzverfahren. Das Adobe-Verfahren hat sich dabei als Quasi-Standard durchgesetzt, aber Apple wird sich voraussichtlich nicht darum kümmern. Das hat unangenehme Konsequenzen.

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27.1. 2010

txtr auf dem iPad

von joscha

Nun ist es offiziell: Apples neues 9,7-Zoll-Tablet wird iPad heißen, und eine WLAN- sowie wahlweise auch eine Mobilfunkverbindung haben. Und es wird sich prima zum Bücherlesen eignen.

Zum Start des iPad gibt es eine von txtr eigens entwickelte eReading-Applikation – mit Unterstützung für die native Auflösung des Apple-Tablets. Auch kopiergeschützte PDFs und ePub-Dateien werden so lesbar sein. Die txtr-App bindet dabei den txtr Shop, mit dem derzeit größten deutschsprachigen Angebot an käuflichen eBook-Titeln ein. Außerdem kann auf die eigene Dokumentensammlung und auf zahllose freie Texte bei txtr.com zugegriffen werden.

27.1. 2010

Mehr Auswahl: Berlin Verlag bei txtr

von birte

Wir freuen uns ungemein, Euch eine neue Partnerschaft verkünden zu dürfen:

Ab sofort kann das gesamte eBook-Programm vom Berlin Verlag auf dem txtr store erworben werden. Damit erweitern wir insbesondere das Angebot an aktuellen Bestsellern: Neben “Tausend strahlende Sonnen” von Khaled Hosseini, oder “Der gute Stalin” von Viktor Jerofejew, gibt es auch die Biographie über Michael Jackson, bis hin zum wundervollen Buch “Schnee der auf Zedern fällt” von Davic Guterson.

Freunde der Gegenwartsliteratur dürften hier auf Ihre Kosten kommen.

Wir wünschen viel Spaß beim Lesen!

Update: Die neuen eBooks sind in der Pipeline…

22.1. 2010

Selfpublishing: Eine Idee, viele Aspekte, noch mehr Anbieter

von birte

Ein schöner Begleiteffekt bei eBooks ist die Möglichkeit seine geistigen Produkte in Form eines Buches auch unabhängig von Verlagen unter die Leute zu bringen.
Sicher, den Selbstverlag gab es auch schon vorher, aber das war eine ziemlich teure Angelegenheit und wurde z.B. von Doktoranden in spe genutzt, um sich endlich den Doktortitel vor den Namen zu schreiben, obwohl das Manuskript von allen „Wissenschaftsverlagen“ abgelehnt wurde.
Jetzt kann jeder, der sich selbst als Schriftsteller, oder Wissenschaftler berufen fühlt, veröffentlichen. Im Gegensatz zum “Gutenbergwerk” muss das Endprodukt noch nicht einmal einem bestimmten Genre entsprechen.

So würde ein Verlag wohl kaum ein einziges Gedicht in den Druck schicken, sondern das Epos schön gebündelt als „Gedichtband“ herausgeben. Bei PoetrySpeaks.com geht das hingegen schon. Der Renner ist hier das Poem „Clowns“ von Robbie Q. Telfer, das es für 99 Cent als mp3-File zu erwerben gibt. 99 Cent erinnern dabei an die gängige Größe eines Musikstücks bei iTunes. Insofern scheint sich hier eine anerkannte Referenzgröße heraus zu kristallisieren. Bei all diesen Neuerungen, die das Gatekeeper-Modell der Verlage aushöhlen, gibt es allerdings ein Problem: Wer weiß, dass ich ein Gedicht geschrieben habe, das es wert ist gelesen (und gekauft zu werden)?

Bei einem Verlag hat man (jedenfalls teilweise) die Marketing-Mechanismen hinter sich: Auch wenn nur sehr selten dezidiert Werbung für ein Buch gemacht wird (das heben sich die Verlage meist für die Top-Seller auf), so erscheint man doch zumindest im Katalog, auf der Website und wird eventuell auch von einem Vertreter in den Buchhandlungen empfohlen. Aber wer kennt PoetrySpeaks.com? (Oder all die anderen Anbieter). Hier tritt nun der eBook-Gigant Amazon auf‘s Parkett. Der Vorteil: Amazon ist international bekannt, gleichzeitig bietet es neben der Plattform auch noch einen Reader an. Das Unternehmen ist dementsprechend für Selfpublishing prädestiniert. Der große Nachteil: Das Preismodell.

Amazon reagiert hier wie ein Verlag. Er behält einen Großteil der Einnahmen, weil er die oben genannten Vorteile bietet. Aus diesen Gründen ist die neu angekündigte Preispolitik bei Amazon wirklich erwähnenswert:
Nach dem neuen Vergütungsmodell erhalten Anbieter jetzt einen Anteil von 70 Prozent am Verkaufspreis eines Buches nach Abzug der Übertragungskosten. Allerdings gilt wie Golem.de berichtet „das Angebot nur für Bücher im Niedrigpreissegment zwischen 2,99 und 9,99 US-Dollar. Gibt es das Buch auch in gedruckter Form, muss der Preis für die digitale Ausgabe zudem 20 Prozent unter dem niedrigsten Preis für die gedruckte liegen.“ Am 30. Juni 2010 gelten die neuen Verkaufsregeln in den USA. Inwiefern Amazon damit auch Autoren erreicht, die ihre Werke bis dato bei anderen Anbietern „verlegt“ haben, bleibt abzuwarten.

Außerdem wird das Label eines Verlages weiterhin als Garant für qualitativ hochwertige Literatur angesehen. Wie die Selektion eines Titels, den Verlage durch Lektoren bewältigen, in Zukunft online geschehen wird, bleibt auch für amazon eine Herausforderung.

14.1. 2010

Die neue txtr-iPhone-Applikation ist draußen…

von joscha

…und das Hauptfeature vom Update ist: man kann jetzt auch Adobe-DRMte Dokumente lesen, ohne vorher ein entsprechendes Dokument bei uns zu kaufen.

Ursprünglich sollte die txtr-Applikation vor allem dazu dienen, den Nutzern von txtr Zugriff auf ihre Dokumentensammlung zu geben. Nachdem wir Unterstützung für Adobes DRM eingebaut hatten, gab es natürlich auch viele andere Leute, für die unsere App nützlich war. Jeder, der Dokumente mit Adobe-Kopierschutz hat (z.B. für den Sony-Reader und für Adobe Digital Editions), kann die nun auch auf dem iPhone lesen. Weil wir die Authentifizierung der Applikation bisher während des ersten Buchkaufs vornahmen, mußten Nicht-txtr-User bisher erst ein eBook bei txtr kaufen, um freigeschaltet zu werden.

Das ist jetzt nicht mehr nötig; es gibt nun einen Button “DRM verwenden”, der es ermöglicht, AdobeID und Paßwort bei Bedarf einzugeben. Die txtr-App ist jetzt offiziell das erste Programm, mit der man Adobe-DRM-eBooks auf dem Telefon der Herzen lesen kann.

13.1. 2010

Serienproduktion mit Schwierigkeiten

von birte

Viele haben es schon geahnt: Es lief beim Übergang zur Serienproduktion des txtr Readers leider nicht ganz so, wie wir uns das vorgestellt hatten. Was in der Kleinserie funktioniert, sieht in der Großserie oft ganz anders aus.

Durch den Einsatz anderer Maschinen und Änderungen des Produktionsprozesses enstanden inakzeptabel hohe Ausschussquoten. Vor allem beim Verlöten des größten Bauteils, der Mobilfunkkomponente, gab es regelmäßig Probleme, die manuelle Nacharbeit verlangen.

Vor Ort ist uns ein weiteres Problem aufgefallen, mit dem wir nicht gerechnet hatten: Die Fabrikarbeiter, die die Fertigung des Readers übernehmen, sind der Produktion nicht fest zugeteilt, sondern werden im Werk je nach Bedarf eingesetzt. Dass heißt, es kommen immer wieder neue Kräfte, die mit den bereits gelösten Schwierigkeiten nicht vertraut sind. Die Produktionsschritte müssen deshalb narrensicher gemacht werden, und die Tests so vereinfacht, dass sie keine Schulung und Einarbeitung erfordern.

Wir arbeiten mit Hochdruck an der Lösung der Probleme. Mit den Ergebnissen sind wir aber bisher alles andere als zufrieden. Leider haben wir einen klassichen “Anfänger-Fehler” gemacht, indem wir offiziell einen Veröffentlichungstermin bekannt gegeben haben. Gerade im momentan stark umkämpften Markt von eBook-Readern ist ein solches Prozedere fast obligatorisch. Wie wir jetzt wissen: Die Serienproduktion sollte erst einmal glatt laufen, dann kann man langsam über einen Releasetermin nachdenken.

Auch wenn wir das schon häufiger als Entschuldigung vorgebracht haben: Wir sind ein kleines, junges Start-up und wir haben mögliche Chaosszenarios einfach unterschätzt. Es klappt eben nicht immer einfach nur mit guten Willen und viel Arbeit, gerade wenn Dritte – wie der Supplier in China – aufs Parkett treten, hat man nicht mehr alles in der eigenen Hand.

Deswegen: Es tut uns wirklich leid, dass alle warten müssen. Wir tun was wir können. Und wir halten an dem guten alten Sprichwort fest: “Gut Ding will Weile haben”.

6.1. 2010

txtr with a new team at CES

von birte

txtr is attending the Consumer Electronics Show (CES) in Las Vegas. The fair, which acts as a barometer for the technology trends of the year, will take place January 7-10.

Present in Las Vegas will be our CTO Andreas Steinhauser and Andrew Rhomberg, our new International Sales & Business Development Manager. Andrew earned his PhD at the Massachusetts Institute of Technology and previously held various Sales and Business Development positions with Skype, Reciva, and others. If you’re interested in meeting us, you can contact Andrew at distribtution@txtr.com.

6.1. 2010

txtr mit neu aufgestelltem Team bei der CES

von birte

txtr ist auf der Consumer Electronics Show (CES) in Las Vegas. Die Messe, die als Gradmesser für die Technologie-Trends des Jahres gesetzt gilt, findet ab dem 7. Januar für vier Tage statt.

Mit von der Partie ist auch Andrew Rhomberg, der am Massachusetts Institute of Technology  promovierte und bei txtr für International Sales & Business Development verantwortlich ist. Bisher arbeitete er unter anderem bei Skype und Reciva. Bei Interesse können Sie Rhomberg über distribtution@txtr.com kontaktieren.

15.12. 2009

Amazon und die Backlist

von birte

die Backlist der Verlage dürfte das nächste Problem zwischen Printverlagen und amazon hervorrufen. Die Rechtslage ist unklar und Autoren wittern Geld in alten Büchern.
Verlage haben erst seit einiger Zeit einen Passus für die eBook-Rechte in ihre Verträge eingefügt. Bei vielen älteren Titeln (der sog. Backlist) ist die Rechtslage unklar: Dürfen  Autoren ihre Bücher in eBook-Form an andere Verlage, als den Printverlag verkaufen, oder nicht?
Gute Backlist Titel sind für Verlage eine Goldgrube. Die Bücher verkaufen sich auch nach Jahren noch, ohne, dass man die Marketingmaschinerie (also viel Geld) anwirft. Sprich: Diese Bücher garantieren den Verlagen feste Einnahmen. So verkaufte bspw. Simon & Schuster dieses Jahr mit dem von Stephen R. Covey im Jahr 1989 herausgegebenen Buch “The 7 Habits of Highly Effective People,”“ nach Angaben von Nielsen BookScan 136.000 Paperbacks. Das Problem: Die eBook-Rechte dieses Toptitels sind nicht eindeutig geklärt. Und hier kommt amazon bzw. RosettaBooks ins Spiel: Amazon erhält die Exklusivrechte für den Vertrieb des Buches als eBook.

Die Motive für den Verlagswechsel sind vor allem wirtschaftlicher Natur: Amazon zahlt für die Lizenzen wesentlich mehr als Simon und Schuster.
Random House reagiert auf die Backlist-Problematik mit einer klaren Ansage an Agenturen und Autoren. Sie hätten, “the exclusive right to publish books in electronic formats.”, da in den Verträgen neben der Buchform auch die Abgabe der Rechte “in any and all editions” geklärt würden.
Auch hierzulande dürfte die Backlist der Verlage für einigen Wind im eBook-Geschäft sorgen.

11.12. 2009

Wenige Reader unterm Baum

von birte
Weihnachten naht, und wir sind vielen von Euch eine klare Aussage schuldig, ob Ihr den Reader unter den Tannenbaum legen könnt, oder nicht.
Leider müssen wir all denen, die bisher noch keinen Bestell-Link bekommen haben sagen, dass das wohl nichts mehr bis Weihnachten wird. Wir haben in den letzten Wochen alles probiert, damit wir möglichst viele Reader in der Geschenkeverpackung liefern können, aber dann kam alles ein wenig anders, als geplant. Viele von Euch sind jetzt natürlich sauer und fragen sich, warum wir es nicht rechtzeitig hinbekommen haben (Wir wissen Gutscheine unterm Baum kommen nicht ganz so gut an). Also hier die ganze Misere zusammengefasst:
Was ist passiert?
Wie fast alle Hardware heute wird auch der txtr-Reader in China produziert. Wir haben gute und zuverlässige Dienstleister gefunden, die in enger Abstimmung mit uns die verschiedenen Produktionsschritte durchführen. Jeder einzelne dieser Schritte ist wesentlich, weil alle nachfolgenden davon abhängen.
Die Produktion findet üblicherweise in sogenannten Batches statt. Dabei wird eine Hardware-Revision, die die Qualitätstests überstanden hat, in die Produktion überführt, in einer bestimmten Stückzahl gebaut und getestet, bevor man dann den nächsten Batch mit einer eventuell korrigierten Version produziert. Die Stückzahl eines Batches hängt von vielen Faktoren ab, die wichtigsten sind Verfügbarkeit von Bauteilen und Produktionskapazitäten, die sich leider nicht immer so gestalten, wie gewünscht. Der wichtigste Grund für Batch-Produktion ist jedoch, daß bestimmte Probleme sich z.B. nur in jedem fünfzigsten oder hundertsten Gerät zeigen: etwa durch Fertigungstoleranzen. Solche Fehlergeräte werde natürlich in der Qualitätskontrolle aussortiert, aber es ist es unumgänglich, das Problem zu identifizieren und für den nächsten Batch zu beheben.
Ein besonders wichtiger Aspekt ist die Beschaffung und Bevorratung der vielen elektronischen und mechanischen Bauteile, aus denen am Ende ein txtr-Reader entsteht. Üblicherweise werden die Teile in den Stückzahlen eingekauft, die einem Produktions-Batch entsprechen (natürlich mit ein bißchen Reserve). Mit dem reinen Einkauf ist es jedoch nicht getan: vor der Fertigung des Readers, müssen alle Teile auf Korrektheit und Qualität geprüft werden.
Bei der finalen Qualitätskontrolle vor der Produktion des nächsten Batches txtr-Reader (der eigentlich unter eurem Weihnachtsbaum liegen sollte) stellte sich nun heraus, daß ein nicht ganz unwesentliches Bauteil in der Stromversorgung des txtr-Readers nicht den Spezifikationen entsprach, die für ein einwandfreies Funktionieren notwendig sind. Soweit kein Beinbruch, man beschafft halt Ersatz und weiter gehts. Leider stellte sich heraus, daß genau dieses Bauteil nirgendwo auf der Welt kurzfristig in den benötigten Stückzahlen zu beschaffen ist. Wir haben Himmel und Hölle in Bewegung gesetzt, aber wir werden die Teile nicht rechtzeitig bekommen.
Bis die Bauteile dann in unserem Werk in China zu txtr-Readern verbaut werden, nach Europa geschickt, denn Zoll und unsere Qualitätskontrolle (wir wollen Euch schliesslich keinen Schrott ausliefern) passieren und schließlich zu Euch geschickt werden, ist Weihnachten leider schon vorbei.
Ihr seht, die Prozesse, bis wir Euch einen Reader nach Hause liefern sind ziemlich komplex und ja, wir haben zwar echt professionelle Produktionsparter, aber machen das nun auch zum ersten Mal. Sogar Barnes&Nobles mussten ihren Lieferungstermin auf das neue Jahr verlegen. Das macht die Sache nicht besser, aber verdeutlicht vielleicht, wie komplex das Problem ist, eine brandneue Hardware auf den Tag pünktlich produziert zu bekommen.
Wir hätten natürlich, wie andere Unternehmen das tun, auch einfach allen Interessenten einen Bestelllink schicken können, Euer Geld kassieren und dann “plötzlich” feststellen können, daß es leider nichts zu Weihnachten wird.
Wir haben uns aber schon früh dafür entschieden, daß wir nur so viele Bestellinks für txtr-Reader verschicken, wie wir auch sicher ausliefern können. Das heißt: Jeder, der uns Geld gibt, wird auch sicher seinen Reader bekommen. Und: Wir nehmen das Geld erst, wenn wir den Reader in Berlin getestet und im Lager haben, also sicher sind, liefern zu können.